Südkorea: Drei Tage Seoul
Mitte Juli war ich im Zuge meiner Südkorea- und Japanreise für 3 Tage in Seoul. Zum Start des Reiseberichts möchte ich die Eindrücke dieser drei Tage schildern.
Die Anreise über Dubai hatte 2 Highlights: Das Handynetz in Duabi names “EtiSalat” und den ersten Flug mit dem A380, welcher seeehr behäbig daher kommt.
Tipp: Die Fensterplätze in der Economy ganz vorne sind nicht verkehrt, weil man dank der Biegung des Rumpfes zumindest ein Bein zwischen Außenwand und Vordermann durchstrecken kann.
In Seoul angekommen, rutschten wir noch in 2 Tage Regenzeit, was auf den Fotos auch unschwer zu übersehen ist. Dazu sagen muss man allerdings, dass es eigentlich nur in “Regenpausen” möglich war, überhaupt den Foto rauszuholen. Bei vollem Wasserfall von oben wäre dies nicht ratsam gewesen.
Nach unserer Ankunft und einem genialen Abendessen in einem Szeneviertel gab es auch gleich das erste typisch asiatische Erlebnis zu verbuchen: Die Subway bleibt um kurz nach 0 Uhr stehen – Betriebsende. Um kurz nach Mitternacht! Wir also raus aus der Subway und rein in den Regen, irgendwo in Seoul versucht neben den anderen Passagieren der U-Bahn ein Taxi zu ergattern. Unser Ziel: Grand Hilton Seoul – alles klar, easy – wer kennt das nicht?
Der Taxifahrer dreht also und fährt wieder in die Innenstadt… ?!?
10 Minuten später stehen wir vor dem Millennium Seoul Hilton und lassen unserem Taxifahrer vom Hotelboy erklären, dass es noch ein zweites Hilton in Seoul gibt. Nach einigem hin und her meint dieser: Ich hab erst mal ausgehandelt, dass ihr den Weg hierher nicht zahlen müsst. Den Weg hab ich auch erklärt, bin mir aber nicht sicher, ob er [der Taxifahrer] es verstanden hat – ich wünsch euch aber viel Glück und eine gute Nacht!
Danke
Was hat Seoul zu bieten?
- Seoul ist riesig!
11 Mio EW, die Metropole mit den angrenzenden Nachbarstädten hat sogar 23 Mio EW! Für eine kleine Ecke mit der Subway braucht man wirklich eeewig. - Essen!
Ich liebe sie, die vielen Straßenstände und kleinen Restaurants wo es die ach so genialen, frisch zubereiteten Häppsche gibt.
Ganz klar natürlich auch, dass man in einer Stadt wie Seoul einfach alles bekommt – der Himmel auf Erden! - Einkaufen!
Wie in vielen asiatischen Großstädten gibt es unendlich große (oft unterirdische) Malls, in die man vor dem Regen oder der Mittagshitze fliehen kann. Ungleich genialer natürlich die alten Märkte mit den engen Gassen, die einen Europäer einfach erschlagen mit ihren vielen Gerüchen und Eindrücken. - Sehenswürdigkeiten!
Tempel, Schreine und Paläste – mitten in der Stadt, oft zwischen Hochhäusern eingequetscht. Viele Schreine sind auch heute noch rege besucht. - Nordkorea…
Ein Thema über das keiner redet, welches aber allgegenwärtig ist. So stehen überall Feuerlöscher, Gasmasken und Generatoren. Bunkereingänge haben wir auch einige gesehen. In unserem Hotelzimmer (7. Stock) war in Fensternähe eine Seiltrommel im Boden verankert mit welcher man sich im Notfall abseilen kann.
Beeindruckend!
- Die öffentlichen Flächen – allen voran die Subway – sind wie geleckt. So hängen in den Bahnhöfen sogar Gemälde an den Wänden und niemand kommt auf die Idee diese zu zerstören. Warum auch? Es gehört ja allen.
Tipp: Die mit Abstand saubersten Toiletten gibt’s auch in der Subway – ist auch fast immer jemand da, der sie ununterbrochen putzt. - Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und Offenheit – Wahnsinn! Zur Not einfach irgendwo hinsetzen, hilflos schauen und die nächsten 5 Leute helfen dir. Schade nur, dass die Sprachbarriere immens hoch ist weil (v.a. außerhalb von Seoul) kaum jemand englisch spricht. Umso toller, dass man trotzdem so viele Menschen trifft, mit denen es dann doch irgendwie klappt sich zu verständigen – natürlich nur, weil diese das auch unbedingt wollen und die Zeit investieren.
- Wie wenig Leute englisch sprechen: Es wird – wenn koreanisch nicht geht – halt auf japanisch oder chinesisch versucht – half uns freilich relativ wenig.
- Das koreanische Handynetz ist so modern, dass ein bis zwei Jahre alte europäische Handys ihren Dienst verweigern.
- McDonals liefert Essen aus! – und nein, ich hab mich strikt geweigert so nen Mist im kulinarischen Himmel zu essen.
Soviel Text für’s Erste – weitere Einzeilheiten und kleine Anekdoten stehen beim jeweiligen Foto. Im nächsten Teil folgt der Weg durch das südkoreanische Hinterland nach Changwon. Teil drei wird die sehr beeindruckenden 3 Tage in Fukuoka, Japan behandeln.
Sehr lesenswert ist auch der Wikipedia-Artikel über Seoul.




