Georg Weidner
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Virales Marketing: LG versucht sich auch einmal – und scheitert

Eben habe ich von meiner Schwester den Hinweis auf den Artikel einer (französischen) Zeitung bekommen, an dessen Ende folgende Werbung zu sehen war:

An und für sich ja eine ganz nette Idee – wie er da mit der Schere auf dem Handy rumhackt hält man schonmal kurz die Luft an.

Dann ist das Video aber auch schon aus, ohne einen weiteren Hinweis auf den Sinn seiner Existenz zu hinterlassen. Dieser offenbart sich erst mit einem Klick – oder doch nicht?

Denn nach unendlich langen Ladezeiten erwartet den Besucher diese Seite:

LG Secret Black Label Startseite

Neben den vier Links auf externe Seiten rechts oben gibt es keinerlei Funktionalität!
(Die Links rechts unten sind nicht belegt)

So bleibt von einer anfänglich ganz netten Idee eine unglaublich langsam ladende Flashseite (die sicherlich viele gar nicht anschauen können) mit nerviger Musik und ohne Funktionalität.

Doof für die Agentur, schlimm für LG – denn die Internetnutzer merken sich sowas natürlich auch und werden sich in Zukunft vielleicht zweimal überlegen ob sie solch einem Link folgen.

Nunja, immerhin hat es LG damit in meinen Blog geschafft – ob sie das allerdings als Negativbeispiel wollten…?

Und hier der Link zur LG Secret-Seite

2 Kommentare zu "Virales Marketing: LG versucht sich auch einmal – und scheitert"

Ich denke, virales Marketing muss richtig kreativ und gut gemacht sein, um zu punkten. Ich kenne da nur zwei andere Beispiele, die ich ganz gelungen finde: Aladygma und “Ich weiß, was du dieses Weihnachten tun wirst” von den gleichen Machern. Da gibts ein Youtube-Video und eine Homepage darüber für alle interessierten. Ich kanns nur empfehlen, weil es wirklich interessant ist anzuschauen, wie die user darauf abfahren.

ichweisswasdudiesesweihnachtentunwirst.de
Grüße,
holdi

holdi / 6. Dezember 2008, 17:06

Hallo holdi – danke für deinen Beitrag! :-)

Ich muss zugeben, dass ich beide Kampagnen nicht sonderlich verfolgt habe. Zu Aladygma bin ich aber vorhin über folgendes gestolpert:

Zitat: “Nunja, Aladygma hat sich inzwischen als kopfloses Wirrwarr herausgestellt. Getrieben von zwei deutschen Typen, die in zahlreichen Interviews bereitwillig zugeben, dass es keinen großen Plan gibt, auch keinen Werbepartner, dass man aber, sofern ein interessierter Werbepartner vorbeikommt, das Spiel gerne in diese Richtung lenken könne [...]“

(siehe hier: http://www.patmo.de/2008/03/29/aladygma.html#comment-222)

Von daher war der Ansatz wohl ganz gut, nur wurde er nicht entsprechend weitergeführt – bzw. gab es gar keinen Plan…?

Zu der Geschichte mit Weihnachten muss ich ehrlich sagen, nachdem ich sie mir paarmal angeschaut habe: Ich versteh’s nicht… auf mich wirkt das leider eher wie ein etwas lahmer Scherz und ich kann mir nicht vorstellen, dass das viral groß funktionieren wird?

Georg / 9. Dezember 2008, 18:02

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