Georg Weidner
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Usertracking: Datenerhebung im Internet

Usertracking im Internet

Der Begriff des Usertracking lässt sich bezogen auf das Internet in drei Schritte unterteilen

  • Die Datenerhebung
  • Die Datenaufbereitung und -speicherung
  • Die Datenanalyse und -verwendung

Bei der Datenerhebung geht es zunächst darum, wie der Webseiten-Besuch eines Besuchers überhaupt registriert wird. Daten die nicht registriert wurden, können später zur Auswertung nicht herangezogen werden. Das Vorgehen muss zudem sorgfältig geplant sein, um qualitativ hochwertige Daten zu erhalten, denn aus einer schlechten Datenqualität lassen sich keine aussagekräftigen Statistiken erstellen.

Die erhobenen Daten müssen zunächst aufbereitet werden. Dazu zählt das Entfernen unwichtiger oder falscher Daten und das Aggregieren zu Standardmetriken. Die daraufhin folgende Speicherung der Daten in einer Datenbank ist keine triviale Angelegenheit und will gut geplant sein, um später alle gewünschten Analysen zu ermöglichen.

Vor der finalen Datenanalyse und -verwendung gibt es wichtige, grundlegende Aspekte zu beachten. Mit der Einbindung weiterer Datenquellen können wertvolle Einblicke in online-offline Zusammenhänge ermöglicht werden. Schließlich ist es mit den Informationen aus dem Usertracking möglich, die Usability der Webseite zu verbessern oder Webseiten zielgruppenspezifisch auszuliefern.

 

Methodischer Prozess des Usertracking

 

Die Verfahren der Datenerhebung

Zur Erhebung von Daten stehen im Internet eine Vielzahl von Verfahren zur Verfügung. Diese können nach verschiedenen Kriterien wie z.B. technischen Eigenschaften oder der Partizipation des Users am Erhebungsprozess unterschieden werden.

Weit verbreitet ist die Unterscheidung anhand des Bewusstseins des Users über die Aufzeichnung der Daten, zwischen einer reaktiven und nicht-reaktiven Datenerhebung. Während es eine nicht-reaktive Datenerhebung erlaubt, Aspekte des Besucherverhaltens relativ frei von Störeinflüssen zu erheben, ist es dem Besucher bei einer reaktiven Datenerhebung bewusst, dass Daten über ihn erfasst werden. Folglich reagiert er möglicherweise anders.

Reaktivität der Datenerhebung beim Usertracking

Allerdings gilt zu beachten, dass diese Einteilung nicht ganz problemfrei ist. So sind die Verfahren nicht gänzlich voneinander zu trennen, da es stark auf das spezielle Wissen und die Erwartungen des Besuchers ankommt. Womöglich hat er einen kritischen Beitrag gelesen und erwartet nun sogar, dass viel mehr Daten erhoben werden als dies der Fall ist.

Grundlegend gilt zu beachten, dass zur Analyse aller Besucher einer Webseite eine Methode zum Erheben der Daten oft nicht ausreicht. Zum Beispiel führen die meisten Robots keinen JavaScript-Code aus, weshalb sie mit auf JavaScript basierenden Techniken nicht registriert werden können. Sollen sie erfasst werden, muss unter Umständen auf eine zusätzliche Methode zur Datenerhebung zurückgegriffen werden.


Dieser Artikel entstammt meiner Diplomarbeit zum Thema “Usertracking”. Ich habe lange überlegt wie und in welcher Form ich die Arbeit veröffentlichen könnte und bin zum Schluss gekommen, dass meine Erkenntnisse daraus, über diesen Blog veröffentlicht, dem größten Publikum dienen können.

Eine Übersicht über weitere Artikel und ein Quellenverzeichnis sind unter
http://www.georg-weidner.de/usertracking/
zu finden.

Das nächste Kapitel behandelt die Datenerhebung mittels Webserver-Logfiles

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