Georg Weidner
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Der GrandPrix war doch gar nicht so schlimm!

Das war doch gestern wirklich klasse! Tolle Musiker, tolle Show, alles toll – Bravo!

Zumindest im Vergleich zu dem, was in Holland in den vergangenen Tagen zu Ende ging, waren die doch etwas schiefen Engel-Töne und wirren Verrenkungen der Interpreten ein wahrer Leckerbissen!

Denn: In Holland ging nach 607 Tagen der “Goldene Käfig” zu Ende.

Klingt bisschen nach Kanarienvogel – ist es auch in etwa: Die Kandidaten werden in bewährter Big Brother-Manier in ein kamerabestücktes Haus gesperrt und leben dort so lange wie Millionäre, bis nurnoch einer übrig ist der dann als echter Millionär (1,35 Mio Euro) den Käfig verlassen darf.
Wie also die anderen Vöglein zum Verlassen des Paradieses bewegen? Gaaaanz einfach: Die dunklen Seiten der Menschen herauskitzeln: Mobbing at it’s best!

Highlights waren unter Anderem das erste gezeugte Reality-Baby, der Sieger (ein 25-jähriger Student) aß sein eigenes Erbrochenes, eine zerschlagene Glastür, Tritte in die wichtigsten Körpterteile des Mannes und die fast-Vergewaltigung einer Mitbewohnerin(!)

[...] jeder trieb es mit jedem – und wem das nicht ausreichte, der bestellte sich ein paar Huren.

Viele dachten mit Big Brother wäre ein Tiefpunkt erreicht – da lagen wir wohl gründlich daneben…

Dass die Show “nach Ansicht von Kritikern das Widerlichste, das jemals auf holländischem europäischen Boden produziert wurde” war, kann ich da nur unterstreichen.

Wirklich widerlich und besorgniserregend aber ist, dass das Publikum anscheinend nach sowas verlangt: Immerhin waren 1,5 Millionen Niederländer live beim Finale dabei! Pfui!

Netzeitung: «Quälshow» kürt «Terror-Jaap» zum Sieger

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