Georg Weidner
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Kategorie 'Usability'

Ich will doch nur eine Konzertkarte…

Ich dachte, diese Zeiten sind eigentlich vorbei:
Ich will doch nur eine Eintrittskarte zum Kabarett und hänge nach der Angabe und Verbesserung von 7239847 Informationen immernoch am Passwort:

Voraussetzungen für ein Passwort

Wieviele Leute hier wohl schon aufgeben und bei der Hotline angerufen haben?
… die am Wochenende (wo die meisten Veranstaltungen sind) übrigens nicht besetzt ist… ;)

Aber hey, bis heute Abend ist ja noch ein bisschen Zeit… :)

Sicherheit zu weit getrieben?

Ein neuer Server verlangt natürlich auch den Umzug der bestehenden Domains auf diesen. Was bei .de-Domains relativ einfach und schnell geht (KK-Antrag stellen, beim bisherigen Host online bestätigen, erledigt), ist bei .com-Domains nicht ganz so einfach:

Nach dem stellen des KK-Antrags versendet der Zielprovider an die E-Mailadresse des eingetragenen Admin-C (das solltest du selbst sein ;) ) eine E-Mail mit einem Bestätigungscode. Nachdem man diesen bestätigt hat, muss man noch beim alten Host zustimmen und der Wechsel kann stattfinden.

Klingt jetzt auch nicht sooo sonderlich kompliziert. Doof nur, wenn man z.B. noch eine uuuuralte Arcor-Adresse eingetragen hat (man wollte damals ja sicher gehen, dass die Mails auch ankommen) und man beim Login in das Arcor-Postfach von folgender Mail empfangen wird:

Sie waren seit mehr als sechs Monaten nicht mehr in ihrer Mailbox aktiv. Da wir annehmen,
dass Sie das Postfach nicht mehr nutzen, haben wir aus Sicherheitsgründen
die Nachrichten aus ihrem Postfach genommen (siehe
Vereinbarung in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen).

Ihr Account steht Ihnen nun wieder in uneingeschränktem Leistungsumfang zur
Verfügung.

Ihr Arcor-Team

Zooooooonk - das war dann wohl nichts!

Jetzt zerbrech ich mir schon seit einiger Zeit den Kopf: Aus Sicherheitsgründen?! Warum machen die das?
Wäre es nicht sicherer, wenn man auch nach einiger Zeit noch seine Mails mit u. U. wichtigen Inhalten lesen kann? – Ein halbes Jahr ist schließlich überhaupt keine Zeit!

Eine Warnung hat mich auch nie erreicht – keinerlei Hinweis auf die bevorstehende Löschaktion. Wenn ich nun an die vielen Leute denke die ihre E-Mails komplett online verwalten… aua!

Aber hey – Google freut sich und vll. hat Arcor schlicht und ergreifend nicht genug Speicherplatz und sagt sich: “Wenn du fremd gehst lösch ich all deine Mails! BÄH!;)

PayPal: Ohne Keks kommst DU hier nicht rein!

Clemens Krack hat herausgefunden, dass PayPal zahlungswillige Kunden abweist, wenn sie Cookies deaktiviert haben!

Okay, die Kunden brauchen also Cookies – das ist ja schon irgendwie schwach – aber vielleicht sollte man ihnen das auch sagen?
Denn die momentane Fehlerseite schaut so aus: “Page not found”

Nicht sehr informativ – ein ganz klares Ungenügend also!
Leider konnte ich keine aktuellen Zahlen finden, wieviele Leute Cookies grundsätzlich abweisen. Doch selbst wenn dies nur 1% der Nutzer sind dürfte der vernichtete, potentielle Umsatz immernoch immens sein.

Auf die E-Mail von Clemens hat PayPal seit einer Woche übrigens nicht reagiert…

Danke, PIN korrekt eingegeben. Die PIN wurde gelöscht.

Gerade bei Google AdSense:

Was genau will Google mir damit wohl sagen?

Was kostet eigentlich ein Festnetz-Anruf in Australien?

Ich wollte doch nur wissen, was ein Festnetz-Anruf in Australien kostet. Was am Erreichen dieses ausgewöhnlichen Ziels gar nicht so einfach ist, möchte ich kurz skizzieren:

Die Suche beginnt – ganz klar – auf der Webseite des Anbieters: www.m-net.de

Da ich Privatkunde bin also auf Privat – mh… keine Hinweise auf die Tarife, im Glossar auch kein Hinweis, Suchfunktion gibt es auch keine.

Oh man – immerhin erinner ich mich noch düster, dass wir mal Maxi Komplett gebucht haben *klick*.

Ah cool – Tarife – nur äh – wad is dad denn? International 1-6!?

Soso – eine nähere Erklärung gibt’s nicht, keine Fußnote, kein Link, kein Layer, nichts…

Nachdem ich nun schon über 20 Minuten meiner Mittagspause verschwendet habe also doch der Griff zum Telefon: Wie bei m-net üblich ist das Callcenter in nichtmal 2 Sekunden dran.

Antwort: Am Ende der AGB steht was ich suche – ja aber wer sucht denn da?! Wer lädt sich denn die AGB (pdf) runter, wenn er nur die aktuellen Tarife wissen will?

Naja – wie wär’s denn mit dem Verbessern der Usability?

Nein, das geht leider nicht. Wir können hier keine Änderungen oder Probleme an der Webseite weiterleiten.

Heieiei – das ist ja so, als würde Jogi Löw die Mannschaftsaufstellung einmalig festlegen, um dann während dem Spiel mit Augenbinde am Spielfeldrand zu sitzen: Mich interessiert gar nicht, was meine Mannschaft macht – zu verbessern gibt’s ja eh nichts.

Vielleicht aber wird das Callcenter auch leistungsbezogen bezahlt – für jeden abgewickelten Fall gibt’s Kohle. Klar, dann gibt’s nichts zu ändern, denn so einfach zu lösende Fälle nimmt man gerne auch in Zukunft mit…

Übrigens: Australien gehört zu International 4 ;)

Wie man es nicht macht…

Oh weia! Bei der Quellensuche für meine Diplomarbeit bin ich gerade hierüber gestolpert (ich war so frei den Firmennamen zu entfernen):

Die maximale Dichte englischer Ausdrücke auf minimalem Raum unterstreicht leider nicht, dass es sich um “[...] ein[en] junge[n] und aussergewöhnlich kompetente[n] Full Service Category Management Anbieter” handelt. Äh… einen was?!

Wenn man bedenkt, dass diese Firma potentielle deutsche(!) Kunden erreichen will…

Übrigens: Als Schmankerl sind die vier verschiedenen Bereiche (blau, gelb, rot, weiß) alle per Frame realisiert und im noframe-Bereich sind hunderte Keywords für Google eingetragen.

AJAX im Test – Fazit

Wie vor ein paar Tagen geschrieben, habe ich hier im Blog AJAX getestet. Im Folgenden nun eine kurze Ergebnisanalyse.

Das Problem, dass Suchmaschinen (und einige Web-User) kein JavaScript und somit auch kein AJAX interpretieren, konnte relativ leicht umgangen werden indem die Webseite dann einfach auf dem üblichen Weg geladen wurde. D.h. anstatt nur Bereich zu aktualisieren lädt einfach die gesamte Seite neu.

Da die AJAX-Funktionalität im verwendeten Style schon vorhergesehen ist, hatte ich nicht sooo viel Arbeit das Blog umzustellen. Leider gibt es aber sehr kreative Fehler, wenn man Plugins benutzt die von den AJAX-Avancen des zugrundeliegenden Systems nichts wissen (wollen).

Ganz bitter ist, dass Usertracking mit aktiviertem AJAX quasi nicht mehr möglich ist. Es werden ja nurnoch die Seiteninhalte neu geladen, in denen sich etwas ändert – der Rest bleibt bestehen. D.h. auch der Trackingcode wird nur einmal beim Seitenaufruf geladen, alle weiteren Aktionen der Besucher werden nicht registriert. Dies könnte man natürlich umgehen indem man bei jedem AJAX-Request (also jedem Klick eines Users) dem Trackingsystem mitteilt was der User macht, der Aufwand dafür steht allerdings in keinerlei Verhältnis zum Nutzen.

Mittlerweile habe ich AJAX wieder deaktiviert. Schade ist’s schon, da die Technik doch sehr flott und sonst auch zuverlässig ist. Wenn der Aufwand in einem angemessenen Rahmen bleiben soll, lohnt sich AJAX wohl noch nicht für Seiten die für Suchmaschinen optimiert werden sollen. Für Anwendungen wie z.B. eine ToDo-Liste (ein anderes Projekt…) ist es aber eine wirklich tolle Sache!

Ganz verzichten wollte ich dann aber doch nicht und so habe ich schnell die Suchfunktion in AJAX realisiert. Einfach ein paar Buchstaben eintippen und kurz warten (der Server ist leider ein bisschen laaangsaam :( ). Die Suchergebnisse werden direkt unter der Blogüberschrift ausgegeben.

Welche Erfahrungen habt ihr schon mit AJAX gemacht? :)

AJAX im Test

Achtung: Nerdthema – es geht nicht um Fussball oder Putzmittel! ;)

Worum geht es also?

Ganz kurz erklärt: Unter AJAX versteht man den gemeinsamen Einsatz von HTML, JavaScript, XML und meist PHP-Code zur Webseitenentwicklung. Doch warum nun so ein Wirrwar, wenn doch HTML/PHP alleine bisher meist auch ausgereicht haben?

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WordPress designed sich selbst…?

CreativeSynthesis hat ein Experiment zu evolutionärem Design durchgeführt. Dazu wurde einem WordPress-Theme spezieller Code hinzugefügt, welcher das Design per Zufallsvariablen änderte. Zusätzlich wurden die Mausbewegungen der User getrackt und alle Daten zentral ausgewertet.

Hierbei sollte analysiert werden, wie unterschiedliches Design die Usability diverser Contentarten beeinflusst. Aus der Menge der Daten lässt sich dann eine mehr oder minder ideale Präsentationsform für eine Contentart ermitteln. Gewissermaßen lernt die Software also wie sie was am besten darstellen soll: Die Webseite optimiert ihr Design immer weiter.

Soweit die sehr vereinfachte Kurzform. Das Ganze steht noch sehr am Anfang, es scheinen aber dennoch schon einige interessante Ergebnisse heraus gekommen zu sein.

Wird auf jeden Fall weiter beobachtet! Vielleicht muss man ja irgendwann nurnoch ein paar Wunschfarben und eine grobe Wunschform angeben und der Rest erledigt sich von selbst.
… was ich mir da an stundenlanger Fummelei hätte sparen können! ;)

Weiterlesen:
http://www.creativesynthesis.net/blog/projects/recycled-research/

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